Sie vergeben zum zweiten Mal den Gründerpreis und haben dafür 1500 Euro zur Verfügung gestellt. Warum engagieren Sie sich?
Wir haben einmal selbst als Existenzgründer begonnen und wissen, was für ein kalter Wind den Gründern am Anfang ins Gesicht weht. Es ist wichtig, eine überzeugende Geschäftsidee zu entwickeln, den Markt abzuchecken, die persönliche Eignung kritisch zu prüfen, das Marketing zu entwickeln. Ein Gründerpreis ist ein zusätzliches Motiv, sich sehr gründlich mit allen diesen Dingen zu beschäftigen. Dazu wollen wir Anstoß geben.
Wie bewerten Sie die Geschäftsideen?
Die Idee von der Firma Eolux aus Darritz, Lampen aus Straußeneiern zu bauen, sticht natürlich hervor. Deshalb geht an sie auch zu Recht der erste Preis.
Aber nicht jeder Gründer geht mit etwas Einmaligem an den Start &ndash oder mit einer Erfindung. Es waren also auch ausgezeichnete Pläne für ganz &bdquonormale&ldquo Unternehmen darunter, für einen Hauspflegedienst zum Beispiel. Hier kommt es darauf an, das Vorhaben richtig aufzuziehen, um Erfolg zu haben. Es erfordert Kreativität, Einsatz und Begeisterung. Wer diese Eigenschaften aufbringt - herzlichen Glückwunsch.
Wie viele Einsendungen gab es insgesamt?
Es haben sich zehn Gründer an dem Wettbewerb beteiligt. Sicher hätten es mehr sein können. Man spürt, wie schwer es zur Zeit ist, sich selbstständig zu machen oder überhaupt Arbeit zu finden. Das gilt besonders für die ländlichen Gegenden. Wir engagieren uns hier, um anderen eine Perspektive zu geben. Deswegen der Preis und unser Messestand. Wir haben uns hier speziell an junge Leute gewandt, das Berufsspektrum in der Dienstleistungsbranche vorgestellt und Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Welchen Rat würden Sie Gründern auf den Weg geben?
Ohne Optimismus geht es nicht. Aber man braucht einen langen Atem und darf nicht enttäuscht sein, wenn sich Erfolge nur langsam einstellen. Und man sollte lernen, auch Misserfolge zu verkraften.




